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headline ZEITTAFEL ISRAEL – PALÄSTINA – CINEMA JENIN

14. Mai 1948
Unter einem Porträt des Begründers der zionistischen Bewegung, Theodor Herzl, verkündet David Ben Gurion die Errichtung des Staates Israel. Elf Minuten später erkennen die Vereinigten Staaten von Amerika durch US- Präsident Harry S. Truman den neuen Staat an, die Sowjetunion folgt am 16. Mai 1948.

Noch in der Gründungsnacht
… erklären Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien dem neuen Staat den Krieg. Es folgt der erste Arabisch-Israelische-Krieg, der von Mai 1948 bis Juli 1949 dauert und der Israel gegenüber dem Teilungsplan erhebliche Gebietsgewinne , vor allem im westlichen Galiläa und im nördlichen Negev, bringt. 1949 unterzeichnen die arabischen Angreifer jeweils ein Waffenstillstandsabkommen.

1950
Das „Cinema Jenin“ wird als eines von 300 Kinos in Palästina eröffnet. Gezeigt werden internationale Filme.

5. Juni 1967
Der Sechstagekrieg beginnt. Israel kommt dem sich abzeichnenden gemeinsamen Angriff Ägyptens, Syriens und Jordaniens durch einen Präventivschlag zuvor und kontrolliert nach dem militärischen Erfolg den Gaza-Streifen, die Sinai-Halbinsel, das Westjordanland und Ost-Jerusalem. Am 11. Juni wird der Waffenstillstand unterzeichnet.

22. November 1967
In der UN-Resolution 242 des Sicherheitsrates wird von Israel gefordert, sich aus Gebieten, die im Sechstagekrieg erobert worden sind, zurück zu ziehen. Im Gegenzug sollte Israel territoriale Unversehrtheit garantiert werden. Mehr als 175.000 Palästinenser fliehen aus ihrer Heimat. Nach dem Krieg beginnt Israel mit dem Bau von jüdischen Siedlungen in den besetzten Gebieten.

1987
Anfang der ersten „Intifada“. Der Begriff stammt vom Arabischen „intafada“ und bedeutet „sich erheben, loswerden, abschütteln“.

1987
Das „Cinema Jenin“ wird als eines der letzten Kinos Palästinas geschlossen.

November 1988
Die Idee eines zukünftig zu bildenden Staats Palästina wird erstmals durch PLO-Chef Jassir Arafat angeregt und anschließend von einigen Staaten, darunter Ländern des ehemaligen Ostblocks anerkannt.

August 1993
Unterzeichnung des Vertrags von Oslo. Gründung einer Palästinensischen Autonomiebehörde. Die erste Intifada ist charakterisiert durch den zivilen Ungehorsam der Palästinenser, der allmählich zu Terror und Gewalt eskalierte. Bis zum Osloabkommen 1993 werden nach israelischen Zählungen 1.162 Palästinenser von israelischen Streitkräften getötet. 160 Israelis verlieren ihr Leben. 1.000 Palästinenser werden durch palästinensische Kräfte getötet - im Zuge von Lynchjustiz und anderen internen Konflikten.

September 2000
Die zweite Intifada, die von den Palästinensern als „Al-Aqsa-Intifada“ bezeichnet wird, beginnt. Der angekündigte Besuch des damaligen Oppositionsführers Ariel Scharon auf dem auch für Moslems heiligen Tempelberg wird von Palästinensern zum Anlass genommen, einen geplanten gewaltsamen Aufstand zu beginnen. Angeheizt wird die Intifada durch das Video von der Erschießung des Palästinenserjungen Mohammed Al-Durah durch israelische Soldaten an einer Straßenkreuzung im Gaza-Streifen am 30. September 2000, drei Tage, nachdem an der selben Straßenkreuzung eine israelische Militärpatrouille von Palästinensern angegriffen und dabei ein israelischer Soldat getötet wurde.

31. März 2002
Dov Chernobroda, ein bekennender Friedensaktivist, geht in ein Restaurant in Haifa und wird mit 15 anderen Menschen von einem jugendlichen Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. Der – so stellt sich heraus – kommt aus Jenin.

01. April 2002
Israelische Truppen rücken in das Flüchtlingslager Jenin ein, das als Terrorhochburg gilt. Sie nehmen nach übereinstimmenden Augenzeugenberichten wenig Rücksicht auf die Zivilbevölkerung. Jenin gilt fortan als palästinensische Terrorhochburg. Jeder kann ein Selbstmordattentäter sein. Auch Spielzeuggewehre werden als ernste Bedrohung missverstanden.

Februar 2005
Die Auseinandersetzungen zwischen der israelischen Armee und den Palästinensern greifen auf das gesamte Gebiet Israels und der Palästinensischen Autonomiebehörde über. Erst mit der Vereinbarung von Mahmud Abbas und Ariel Scharon im ägyptischen Scharm-El-Scheich über einen beidseitigen Waffenstillstand gilt die Zweite Intifada offiziell als beendet.

November 2005
Der 12jährige Ahmed Khatib wird - anscheinend mit einem Holzgewehr in der Hand - erschossen. Sein Vater Ismael Khatib entschließt sich, die Organe seines Sohnes israelischen Kindern zur Verfügung zu stellen, um mit dieser Friedensgeste den Teufelskreis der Gewalt zu unterbrechen.

2007
Marcus Vetter hört von der Geschichte Ismael Khatibs, nimmt Kontakt zu ihm auf und beschließt den Dokumentarfilm DAS HERZ VON JENIN zu drehen. Am Ende der Dreharbeiten finden Ismael Khatib und Marcus Vetter zusammen mit Fakri Hamad das „Cinema Jenin“ und beschließen es als Ort der Völkerverständigung wieder aufzubauen. Sie suchen nach Geldgebern und versuchen sich mit den ehemaligen Besitzern zu einigen. Marcus Vetter dreht alle Phasen der Entstehung von „Cinema Jenin“ mit. Daraus wird später der Film CINEMA JENIN entstehen.

2008
Yael Chernobroda sieht den Film DAS HERZ VON JENIN im Kino. Sie entschließt sich, dem Beispiel Ismael Khatibs zu folgen. Sie versucht, die Mutter des Attentäters ausfindig zu machen und schließt mit ihr einen ganz persönlichen Frieden. Marcus Vetters Studentinnen Jule Ott und Stephanie Bürger drehen nach dieser Geschichte den Dokumentarfilm NACH DER STILLE, der 2011 in die deutschen Kinos kam und am 29. Mai 2012 in der ARD ausgestrahlt wird.

Die PLO hat, anders als die Palästinensische Autonomiebehörde, seit 1974 einen Beobachterstatus bei den Vereinten Nationen (Beschluss der UN-Vollversammlung 3237). Erst seit Juli 1998 aber haben palästinensische Abgeordnete bei der UNO das Recht, an Debatten teilzunehmen. Die Palästinensischen Autonomiegebiete sind Gründungsmitglied der Arabischen Liga.

Die Palästinensischen Autonomiegebiete: Etwa 130 Staaten erkennen die Autonomiegebiete aufgrund der 1988 erfolgten Unabhängigkeitserklärung als eigenständigen Staat an. Dieser Status wird ihnen von Seiten Israels, der Uno und den meisten westlichen Staaten allerdings nicht zuerkannt. Seit dem 31. Oktober 2011 sind die Gebiete als „Palästina“ anerkanntes Mitglied der Weltkulturorganisation UNESCO. Die Aufnahme in die UNO wurde durch den Sicherheitsrat 2011 erneut nicht gewährt. In den Autonomiegebieten leben zurzeit ungefähr 4 Millionen Menschen. 1,5 Millionen davon leben im Gazastreifen. Im Westjordanland leben zur Zeit über 2,5 Millionen Menschen.

2009
DAS HERZ VON JENIN wird als „wertvollster Dokumentarfilm“ des Jahres mit dem „Cinema for Peace Award“ ausgezeichnet.
Der Film DAS HERZ VON JENIN kommt in die deutschen Kinos. 2010 gewinnt er den Deutschen Filmpreis als bester Dokumentarfilm.

Das Projekt zur Wiedererrichtung des „Cinema Jenin“ mit Kino, Kultur und Ausbildungszentrum, unterstützt vom Deutschen Auswärtigen Amt unter Dr. Frank-Walter Steinmeier und anderen, sowie vielen Freiwilligen vor Ort, gerät in eine ernste finanzielle Krise. Es gelingt den Projektverantwortlichen jedoch Roger Waters, den Gründer der Band „Pink Floyd“ als Unterstützer zu gewinnen. In nur einer Woche fließen 90.000 Euro als Unterstützung ins Projekt.

August 2010
Feierliche Wiedereröffnung des „Cinema Jenin“. Der palästinensische Ministerpräsident Salam Fayyad kommt zur Festveranstaltung.

Februar 2011
Auf der Berlinale werden das Projekt und der Film CINEMA JENIN vorgestellt. Die Frau des Terroropfers, Yael Chernobroda, trifft in einer öffentlichen Veranstaltung auf die Mutter des Terroristen, mit der sie längst ihren persönlichen Frieden geschlossen hat.

Anfang Mai 2011
unterzeichnet Ismail Haniyya (Hamas) gemeinsam mit Mahmud Abbas (Fatah) zur Überraschung vieler ein Versöhnungsabkommen. Die Parlamentswahlen sollen 2012 stattfinden.

Juni 2011
Beim Filmfest München wird CINEMA JENIN – das Projekt und der Film mit dem Bernhard-Wicki-Preis „Die Brücke“ ausgezeichnet. Der ehemalige Außenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier hält die Laudatio.

Oktober 2011
Die Dresdener Symphoniker führen das Werk „Cinema Jenin – a Symphony“ im Festspielhaus Hellerau erstmals auf.

Heute
Der palästinensische Außenminister Riad Malki hat erstmals eingeräumt, dass es im UN-Sicherheitsrat nicht genug Unterstützung für einen Palästinenserstaat gibt. Für eine Anerkennung durch den Sicherheitsrat müssen von den 15 Mitgliedern neun dafür stimmen. Es sei nach den Bemühungen der USA gegen das Vorhaben der Palästinenser und der Intervention klar, dass „wir diese neun Stimmen nicht haben werden", sagte Malki der Nachrichtenagentur. Die USA und Israel lehnen die Bemühungen der Palästinenser um eine Anerkennung durch die UN mit der Begründung ab, ein palästinensischer Staat könne nur aus Verhandlungen hervorgehen.

 
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